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25.01.2012
CHAVERIM Newsletter

Foto: Heike Linde-Lembke
Der Norderstedter Verein "Chaverim - Freundschaft mit Israel" veranstaltet vom 25. Februar bis 4. März eine Rundreise durch das kleine Land im Nahen Osten, das an seiner engsten Stelle zwischen Tel Aviv und Haifa am Mittelmeer nur 14 Kilometer breit ist. Auf der Reise wird auch der Norderstedt-Wald im Wald der deutschen Länder in der Negev-Wüste bei Be'er Sheva eingeweiht. "Dank vieler Sponsoren können wir im Februar den Norderstedt-Wald mit 5000 Bäumen einweihen", sagt Heike Linde-Lembke, Chaverim-Vorsitzende. "Und wir würden uns freuen, wenn alle, die Bäume im Norderstedt-Wald gepflanzt haben, mit uns zur Einweihungsfeier nach Israel reisen", sagt Ayala Nagel, zweite Vorsitzende. Einige Plätze sind noch frei.
Start ist am 25. Februar in Tel Aviv, dem "Big Orange", der prickelnden Stadt am Mittelmeer. Gerade in den letzten Jahren hat sich Tel Aviv zum Treffpunkt für Pistengänger entwickelt. Zahlreiche Bars, Discos und Szenetreffs, Cafés und Restaurants sorgen für ein spannendes Savoir Vivre. Kunst und Kultur setzen neue Akzente, Shopping-Fans treffen die neusten Trends.
Mehr als 3500 Häuser in Israels zweitgrößter Stadt mit 400 000 Einwohnern sind im Bauhaus-Stil errichtet und brachten der Stadt den Titel "Weiße Stadt am Meer" und 2003 die Aufnahme in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes ein. Tel Aviv wurde 1909 direkt am Mittelmeerstrand gebaut. Deutsche Architekten, die vor dem Rassenwahn der deutschen Nazis aus ihrer Heimat nach Israel emigrierten, prägten die Stadt mit der Bauhaus-Architektur. Im Gegensatz zur Bauhaus-Sachlichkeit steht Jaffo mit seiner arabischen Architektur, seinen engen Gassen, in denen Handwerker ihre Werkstätten haben.
Was für Tel Aviv der restaurierte Stadtteil Sarona, ist für Hafia die deutsche Kolonie unterhalb der berühmten Bahai-Gärten. Beide Viertel gründeten die Templer, eine Religionsgemeinschaft aus Baden-Württemberg. Die Templer-Kolonie in Haifa entstand ab 1890. Als die Templer jedoch ab 1933 eher dem Hakenkreuz statt dem Kreuz Christi huldigten, verschifften die britische Mandatsmacht sie nach Australien. Die Kolonien verfielen. Heute besinnt sich Israel nicht nur seiner antiken Stätten, sondern auch den Menschen, die das Land prägten - und dazu gehörten die Templer. Die Kolonien wurden aufwendig restauriert.
In der Hafenstadt Haifa leben jüdische, arabische und christliche Bewohner miteinander. Im Shuk locken arabische Köstlichkeiten, im deutschen Viertel guter Wein und in den Bahai-Gärten mit seinem Tempel eine malerische Gartenanlage. In Haifa empfängt Bürgermeister Yona Jahaw die Reisegruppe aus Norderstedt.
Vor Haifa wird die antike Hafenstadt Caesarea besichtigt. Das neue Caesarea ist umgeben von Golfplätzen, die zu einem Spiel einladen. Von Haifa geht die Tour durch das Karmel-Gebirge zum See Genezareth mit seinen religiösen Stätten, beispielsweise Tabgha, Berg der Seligpreisungen, Kapernaum, Magdala und den alten Synagogen. Ein Ausflug führt auf die Golanhöhen, auf denen in den letzten Jahren Winzerbetriebe entstanden sind, die hervorragende Weine machen.
Der direkte Weg vom See Genezareth zum Toten Meer führt entlang des Jordans. En Bokek lädt zum Bad im Toten Meer ein. Die Festung Massada bietet nicht das Panorama des Toten Meeres und der Negev-Wüste, sondern auch einen Einblick in die jüdische Geschichte. Am sechsten Tag der Reise wird der Norderstedt-Wald im Wald der deutschen Länder eingeweiht. Die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer und der Jüdische Nationalfonds, einer mehr als 100 Jahre alten Umweltorganisation, initiierten den Wald mit mittlerweile fast 500 000 Bäumen vor 20 Jahren. Im Norderstedt-Wald wachsen 5000 Bäume. Der Wald bietet den Menschen, beispielsweise den Einwohnern der Universitätsstadt Be'er Sheva und den Beduinen, nicht nur ein grünes Refugium inmitten der Wüste, sondern auch Arbeitsplätze. Zudem ist ein Friedenscamp im Wald Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt.
Zum Schuss der Reise stehen Jerusalem und Bethlehem mit der Geburtskirche Jesu, der Weihnachtskirche, auf dem Reiseplan. Die Tour durch Bethlehem leitet der Nahost-Korrespondent Ulrich Sahm, der auch zum Gespräch in sein Haus in Jerusalem einlädt.
Infos über die Israelreise gibt es unter heikelinde@wtnet.de oder unter ayala.nagel@wtnet.de per E-Mail.
Nach der Landesgartenschau ist vor dem Stadtpark. Wie einige andere Gärten und Projekte der ehemaligen Landesgartenschau wird auch der Bustan, der biblische Wein- und Obstgarten von CHAVERIM, ein attraktiver Ort in Norderstedts Stadtpark werden. Der Bustan bleibt als Treffpunkt erhalten, als Bühne für Kleinkunst wie Lesungen, kleine Konzerte und Vorträge, als Ort der Begegnung, als Refugium der Ruhe. Die Pergola, deren Dach einen dreidimensionalen Davidstern formt, bildet das Herz des Bustans. Scheint die Sonne, malen die Holzstreben der Pergola den Davidstern auf den Boden des Bustans. Entworfen wurde der Bustan von der israelischen Landschaftsarchitektin Yael S. Kinsky, gebaut von der Tangstedt-Wilstedter Gärtnerei Martin Jenkel, die uns auch sehr unterstützte, gesponsert unter anderen vom Jüdischen Nationalfonds.