CHAVERIM - Freundschaft mit Israel e.V.
Anerkannter Kulturträger der Stadt Norderstedt
"Sounds of Israel"! Welch ein wunderbares Festival über alle Bühnen der Hansestadt! Welch' eine tolle Gelegenheit, Israels Musik und Kultur in Norddeutschland zu verankern. Da würde es fast verwundern, wenn nicht ein paar Anti-Israel-Demonstanten ihre Transparente ausgerollt hätten - wie beim Auftaktkonzert mit Noa auf Kampnagel, die "Sounds of Besatzung" auf ihre Transparente schrieben und alsbald von Hamburgs Polizei des Platzes verwiesen wurden.
Hier mein Bericht von den ersten Konzerten, von Noa auf Kampnagel und Avishai Cohen, diesem begnadeten Jazzer, im St. Pauli Theater:
„Ich singe Lieder aus dem jungen, hoffnungsvollen, säkularen Israel", begrüßt Noa die voll besetzte Kampnagel-Halle. Israels berühmteste Sängerin betont säkular als deutlichen Hinweis gegen die Angriffe ultraorthodoxer Juden auf Frauen in Israel.
Es war eine überraschende, eine politische Noa, eine Opernsängerin Noa, die dort auf der Bühne der Kulturfabrik Kampnagel an der Jarrestraße in Hamburg-Barmbek stand und mit ihrem neusten Songbook "The Israeli Songbook" Hunderte in helle Begeisterung versetzte. Auch die ganz große Oper hat der Star aus Israel neuerdings drauf. Noa oder auch Achinoam Nini verweist auf die Musik, die „Sounds of Israel“, die aus den vielen jüdischen Einwanderern und ihren Kulturen, ihrer eigenen Musik, entstanden ist. Dazu käme der Flavour des jungen Israels, der Aufbruch in eine neue demokratische Zeit. Dazu hat sie Geschichten der Bibel vertont, zum Beispiel die Reise Rachels aus der Wüste. Die Genesis dichtete sie tiefgründig um. Gott schuf den Mann, doch der zerstörte nach und nach die Erde, bis schließlich die Atombombe wieder das Dunkel über die Erde brachte. Und G'tt fing von vorn an. Den Plan, den Mann zu schaffen, löschte er allerdings in seinem Programm: „Und G'tt sah, es war gut.“
Mit den außergewöhnlich kongruent aufspielenden Hamburger Symphonikern unter Ilan Mochiachs Stab entwickelte Noa ein Konzert von der jeminitischen Volksweise über humorvolle jüdische Weisen und zwei neu einstudierte und arrangierte Kinderlieder, in dem Zitate aus Mozarts Zauberflöte vorkommen und von ihr mit wundervollem Sopran interpretiert werden. Bei einem Ausflug zu Leonard Bernsteins „Candide“ outet sich Noa als Kunigunde-Fan, allen israelischen und jüdischen Anti-Wagner-Fans zum Trotz. Die neue Generation ist angekommen in Israel, und es ist eine humorvolle und kritische Generation. Noa ist eine ihrer Stimmen. Sie singt den Dank an alle Mitwirkenden auf, vor und hinter der Bühne und schließt auch den Dank an die zugefrorene Alster mit ein, was ihr prompt den Jubel der Hamburger Fans einbringt.
"Ich freue mich, hier in Hamburg zu singen und mit meiner Musik die Grenzen zu überwinden, die die Vergangenheit zwischen uns gebracht hat - das schafft nur die Musik", sagte Noa zum Abschied.
Genre-Wechsel am Sonntagabend mit Avishai Cohen. Der trat im St. Pauli Theater auf. Cohen kam auf Hamburgs erste jüdische Bühne, denn das St. Pauli Theater, 1814 eingeweiht, ist Hamburgs ältestes Theater und wurde von 1884 bis 1918 von Ernst Drucker, einem Hamburger Juden, von Erfolg zu Erfolg geführt. Seit dem 100. Bestehen steht auch Ernst Druckers Name wieder unter dem Logo St Pauli Theater, und wenn Esther Ofarim eines ihrer seltenen Konzerte gibt, dann im St. Pauli Theater. Avishai Cohen spielte mit seinem Drummer Amir Bresler, 22 Jahre jung und ein unglaubliches Talent an den Tellern, Snares und Becken, und seinem ebenso unglaublichen Pianisten Omri Mor in diesem Haus, brachte es zum Beben und die Zuhörer erst recht!
Sein Jazz, seine Arrangements, seine Musik sind vielfarbig, sinnlich, unbändig kraftvoll und faszinieren durch ihre Reife, ihren Tiefgang, mit der Hingabe erst möglich wird. Die Reife diktierte ihm das Leben. Nach einer gescheiterten Beziehung nahm sich Avishai Cohen eine Auszeit, tankte Kraft bei der Familie und war im St. Pauli Theater wieder voll da. Mit neuem glaubwürdigen Ausdruck, Verstehen und Respekt vor dem Leben und der Musik. Gleichwohl sein Jazz von seinem Mentor Chick Corea geprägt ist, hat Avishai Cohen einen ganz eigenen Charakter.
Seinen Kontrabass beherrscht er wie kaum ein zweiter, tanzt auf ihm mit den Fingern, mit dem Bogen, klopft, trommelt, reißt rührende und rüde Rhythmen, malt Melodien, inszeniert Tragödien und Komödien. Das Publikum folgt ihm bedingungs- und besinnungslos, er reizt sie zum Mitsingen, und alle, alle stehen auf und singen dem Trio auf der Bühne mit ihrem Leader, der magische Musik macht, eine Hymne. St. Pauli, diese spröde Verwöhnte, hat den Kibbuznik Avishai Cohen adoptiert!
Das Festival geht weiter! Infos und Karten unter www.sounds-of-israel.de
Ein herzliches Shalom
und eine gute Woche!
Ihre
Heike Linde-Lembke und Ayala Nagel
(Vorsitzende CHAVERIM)
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ISRAELNETZ, Donnerstag, 09. Februar 2012
Von Dana Nowak
Palästinensisch-israelische Koexistenz an "Tu'BiSchwat"
BETHLEHEM (inn) - Israelische Siedler und Palästinenser haben zum jüdischen Neujahrsfest der Bäume, "Tu'BiSchwat", ein besonderes Zeichen für Koexistenz gesetzt: Um den Staub einer Holzfabrik abzufangen, pflanzten sie am Mittwoch 8. Februar, im Westjordanland Bäume.
An der Aktion beteiligten sich Israelis aus Efrat und Palästinenser aus dem Dorf Dschurat al-Schama bei Bethlehem. Bewohner beider Ortschaften fühlen sich schon länger durch den Staub einer Holzverarbeitungsanlage gestört. Der palästinensischer Besitzer Abu Taled hatte bereits eine Steinmauer errichten lassen, um den Staub aufzuhalten. Der Bürgermeister von Efrat, Oded Ravivi, gab das Land zwischen der Fabrik und der Siedlung nun zum Bepflanzen frei. Dort soll jetzt ein kleiner Wald entstehen, die Steinmauer soll abgerissen werden.
"Wir haben uns mit Abu Taled getroffen und kamen überein, an Tu'BiSchwat einen Wald zu pflanzen, um den Staub abzufangen", sagte Ravivi laut der Tageszeitung "Yediot Aharonot". Abu Taled sei sehr begeistert gewesen und habe versprochen, Freunde und Angestellte zu der Aktion mitzubringen. Laut Ravivi prüfen Israelis und Palästinenser derzeit, ob Sicherheitskräfte aus Efrat die Holzfabrik über Nacht bewachen können - auch als Beweis einer guten nachbarschaftlichen Beziehung.
1500 Bäume für Itamar
Zum Neujahrsfest haben am Mittwoch mehr als 2000 Israelis Ausflüge nach Samaria unternommen. In der Siedlung Itamar pflanzten tausend Anhänger der Likud-Partei 1500 Bäume auf dem Gelände des Lehrhauses "Mischkan Ehud". Sie gedachten dabei der fünf von Palästinensern ermordeten Mitglieder der Familie Vogel aus Itamar.
Gerschon Mesika, Vorsitzender des Regionalrates von Samaria, sagte: "Das Pflanzen von Bäumen und das Erzeugen von Leben, das noch auf der Erde der Siedlung Itamar blühen wird, werden die Ermordeten durch eine einzige klare Aussage unsterblich machen - Judäa und Samaria sind ein untrennbarer Teil des Staates Israel."
Knessetmitglied Danny Danon sagte: "Wir sind nach Israel eingewandert, um zu bauen und nicht, um nachzugeben. Für jeden Anschlag werden wir ein weiteres Haus und eine weitere Siedlung bauen. Wir werden weiter das Recht der Erzväter verwirklichen, das uns über dieses Land verliehen wurde."
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu nahm an einer Zeremonie in Be´er Scheva teil und pflanzte einen Johannisbrotbaum. Er bezeichnete Tu'BiSchvat als einen Feiertag für die "grüne Revolution" seiner Regierung.
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Kommentar: Wie Obama und de Maiziere Israels Politik bestimmen
von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 12. Februar 2012
Die Israelis tun gut daran, Zeitung zu lesen, während sie voll mit einem Generalstreik, nicht abgeholtem Müll und lahm gelegter Eisenbahn beschäftigt sind. Die eigenen Politiker und Militärs schweigen nämlich zu einem möglichen Militärschlag. Doch von US-Präsident Barack Obama konnten sie jüngst erfahren, dass ein israelischer Präventivschlag gegen Irans Atomanlagen noch keine beschlossene Sache sei. Ausgerechnet der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) stellt jedoch Pläne zu einem solchen Angriff als vollendete Tatsache in den Raum. Zwar sagt er "Ich halte gar nichts davon. Weder von der Diskussion noch von solchen Plänen. Aus einem einfachen Grund: Ein Erfolg wäre höchst unwahrscheinlich und der politische Schaden unübersehbar."
Seit etwa 15 Jahren wird in den Medien über einen "unmittelbar bevorstehenden" israelischen Angriff auf Iran spekuliert. Jeder Langstreckenflug israelischer Kampfflugzeuge und jede Übung zum Auftranken in der Luft gilt schon als "untrügliches Zeichen", als würde die Bundesluftwaffe nicht die gleichen Übungen durchführen.
Die Präventivwarnung de Maizières an die Adresse Israel und die Vorhersage eines unübersehbaren politischen Schadens sind deshalb ungeheuerlich, weil Teheran dieser Tage wiederholt mit einer Zerstörung Israels gedroht hat, zuletzt gegenüber dem Hamas-Regierungschef Ismail Hanije. Dem versprach Iran volle Unterstützung für den "palästinensischen Widerstand", um einen palästinensischen Staat zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan zu errichten.
Die iranischen Androhungen eines weiteren Holocaust an sechs Millionen Juden, die Aufrufe zur Vernichtung eines international anerkannten Staates scheinen den deutschen Bundesverteidigungsminister nicht sonderlich zu beunruhigen und auch nicht die Vorstellung, dass Iran und seine Verbündete im Gazastreifen und Libanon tatsächlich jene mutmaßlich 200.000 auf Israel gerichteten Raketen abschießen könnten, mit und ohne Atombombe.
Offenbar würde auch kein "unübersehbarer politische Schaden" entstehen, falls es Israel eines Tages nicht mehr gäbe.
Angesichts der iranischen Erklärungen, die Straße von Hormus zu schließen, den Westen von der Ölzufuhr abzuschneiden sowie unverhohlene Drohungen gegen Amerikaner, Saudis und gegen den "dekadenten" Westen, machen ohnehin einen militärischen Zusammenstoß mit den USA wahrscheinlicher, als ein geografisch wie technisch kaum durchführbarer israelischer Schlag. (C) Ulrich W. Sahm
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ISRAELNETZ, Donnerstag, 09. Februar 2012
Von M. Breckner
Wird Israel zum Wasserexporteur?
JERUSALEM (inn) - Israel könnte in zehn Jahren genug Trinkwasser produzieren, um es auch zu exportieren. Diese Hoffnung äußerte die nationale Wasserbehörde Mekorot anlässlich ihres 75. Jubiläums. Derweil ist eine Kooperation in wassertechnischen Fragen mit Indien geplant.
Schon in zehn Jahren könne Israel Schätzungen der Behörde zufolge durch die verstärkte Aufbereitung von Meerwasser einen Überschuss an Trinkwasser produzieren, teilte Mekorot am Mittwoch mit. Der Vorsitzende der Organisation, die dieser Tage ihr 75. Bestehen feiert, lieferte den Bericht an einen Wirtschaftsausschuss der Knesset. Momentan ist Wasser noch ein äußerst knappes Gut in Israel, die Daten der Behörde legen jedoch nahe, dass bereits im Jahr 2013 75 Prozent aller israelischen Haushalte aufbereitetes Meerwasser nutzen werden. Die sechs Entsalzungsanlagen, über die Israel derzeit verfügt, produzieren pro Jahr 600 Millionen Kubikmeter Wasser.
Neben verschiedenen anderen Projekten erwägt Mekorot, ein eigenes Kraftwerk zu bauen, das an die Entsalzungsanlage von Aschdod angeschlossen wäre, teilte der Vorstandsvorsitzende Alex Wiznitzer mit.
Israel will Know-How mit Indien teilen
Derweil steht Israel kurz vor der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages mit der indischen Regierung, meldet die Nachrichtenagentur "Press Trust of India". Die jeweils zuständigen Behörden der Staaten wollen in Technologiefragen gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren, insbesondere bei der Wasserversorgung von Stadtgebieten. Zu Beginn des Jahres hatte der indische Außenminister S. M. Krishna die beiden Staaten bei einem Besuch in Israel als "natürliche Verbündete in allen Fragen der Wissenschaft" bezeichnet. Der indische Entwicklungsminister Kamal Nath plant, Israel in Kürze zum Informationsaustausch zu besuchen.
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Grabhügel des Propheten Jona gefunden
von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 6. Februar 2012
Als Clinton in Gaza war, ging er mit Arafat baden. Kaum waren beide im Wasser, näherten sich ihnen zwei Walfische. Der eine verschlang Clinton, der andere Arafat. Clinton versuchte mit gutem Zureden, seine Freilassung zu erwirken. Er sei ein sehr wichtiger Mann, stellte er sich dem Wal vor, und er würde sich für ein weltweites Walfischfang-Verbot einsetzen. Trotz des guten Zuredens musste Clinton stundenlang im Bauch ausharren, bevor der Wal ihn ausspuckte. Wie Clinton zum Strand zurückkehrte, ruhte sich Arafat dort bereits aus. "Wie hast du dich so schnell befreit?" wunderte sich Clinton. "Ach das war ganz einfach. Der Wal fragte mich: "Wer bist Du?" Als ich mich mit Arafat vorstellte, hat er mich ganz schnell ausgespuckt."
Dieser original-palästinensische Witz zeigt, wie lebendig die Legende des biblischen Propheten Jona ist. Auch der Lügenbaron Münchhausen hat das Motiv aufgegriffen und von einer Fahrt im Bauch eines Walfisches erzählt.
Doch so ganz an den Haaren herbeigezogen ist die Geschichte vielleicht doch nicht.
Israels Antikenbehörde hat auf dem "Jona-Hügel" in der Hafenstadt Aschdod eine Festung aus der Zeit des Propheten Jona freigelegt. Gemäß jüdischen wie muslimischen Traditionen sei auf dem Hügel der biblische Prophet begraben worden. Die Ausgrabungen beweisen nun, dass der Hügel zu Lebzeiten des Propheten besiedelt war. Ein Meter breite Mauern wurden freigelegt, die aus dem 8. vorchristlichen Jahrhundert stammen. Diese Mauern seien die Fundamente eines großen Gebäudes in der Epoche des Ersten Tempels in Jerusalem gewesen, als Jona aktiv war. Der Prophet ist laut Bibel von einem Fisch verschluckt worden, nachdem er sich geweigert, hatte nach Niniveh zu ziehen. (Jona 1,2).
Schon in den sechziger Jahren hatte der Archäologe Magen Broschi in Aschdod an der Stelle des heutigen Leuchtturms bei einer Notgrabung Mauerreste aus der Periode des ersten Tempels und der Zeit der persischen Eroberung des Heiligen Landes gefunden. Der Hügel ist mit 50 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung bei Aschdod und bietet einen strategischen Ausblick auf das Meer und auf die Umgebung.
Der Archäologe Saar Ganor bietet zwei Theorien, wer die gefundene Festung beherrscht haben könnte. Einerseits könnten es die Assyrer (heute Irak) gewesen sein, oder aber König Josia, Herrscher von Judäa, der Teile des assyrischen Gebiets während der Eisenzeit im 7. vorchristlichen Jahrhundert erobert und Aschdod-Yam kontrolliert hatte.
Gemäß muslimischen Erzählungen sei der Hügel als "Nabi Jona" geheiligt, weil dort der Prophet Jona begraben worden sei. Die neuen Ausgrabungen bestätigen diese muslimischen Traditionen. (C) Ulrich W. Sahm
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ISRAELNETZ, Donnerstag, 09. Februar 2012
Von M. Schubert
Aufklärungsunterricht an religiösen Schulen
JERUSALEM (inn) - "Heim, Bildung und Familie" heißt ein neues Fach an religiösen Schulen in Israel. Unterrichtsthemen sollen Empfängnisverhütung, voreheliche Beziehungen, Anstand und die Stellung der Frau sein. Ab dem kommenden Jahr werde es für die Schüler auf dem Stundenplan stehen.
Das Fach, welches in nationalen religiösen Schulen bisher eher untergegangen ist, wurde von Rabbinern abgesegnet. Es soll an Gymnasien unterrichtet werden, unter anderem an Talmud-Schulen. Das meldet die israelische Tageszeitung "Jerusalem Post".
"Wenn wir jetzt nicht mit ihnen sprechen, tun wir es nie."
Das Kursmaterial basiert vor allem auf dem Buch "Natur, Herz und Mensch". Dieses wurde von Rabbi Eli Scheinfeld von der Chorev-Talmud-Schule geschrieben. Scheinfeld gilt als eine anerkannte Autorität in der religiösen Sexualerziehung.
Mosche Weinstock, der Initiator des Aufklärungsprogramms, sagte: "Das Fach wird sich mit Liebe, den Beziehungen zwischen den Geschlechtern befassen sowie mit Themen, die als Tabu betrachtet werden wie Geschlechtsverkehr, die Verwendung von Verhütungsmitteln und der Anstieg des Heiratsalters." Er fügte hinzu: "Wenn wir jetzt nicht mit (den Teenagern) sprechen, tun wir es nie."
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ISRAELNETZ, Mittwoch, 08. Februar 2012
Von Dana Nowak
Song Contest: Israel schickt Rockband nach Baku
JERUSALEM / BAKU (inn) - Die Indi-Rock-Band Izabo vertritt Israel beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Aserbaidschans Hauptstadt Baku. Das gab die Israelische Rundfunkbehörde (IBA) am Dienstag bekannt.
Antreten wird Izabo mit ihrem Lied "Time". Bislang wurde dieses vor der Öffentlichkeit geheimgehalten. Laut Medienberichten soll es sich dabei um einen Popsong mit orientalischen Einflüssen handeln. Die vierköpfige Band wurde 1989 gegründet, hat bislang aber nur zwei Alben veröffentlicht.
Aus Kostengründen wurde der israelische Teilnehmer für den Wettbewerb in diesem Jahr nicht durch einen Fernseh-Vorentscheid ausgewählt, sondern von einem Komitee.
Israel wird beim ersten Halbfinale des Song Contest am 22. Mai antreten. Das Finale findet am 26. Mai statt.
Im vergangenen Jahr war die israelische Künstlerin Dana International mit ihrem Song "Ding Dong" im Halbfinale gescheitert. Der jüdische Staat beteiligt sich seit dem Jahr 1973 an dem Gesangswettbewerb. Bisher hat er drei Mal gewonnen. Die Sieger waren Jizhar Cohen (1978), Gali Atari (1979) und Dana International (1998).
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ISRAELNETZ, Montag, 06. Februar 2012
Von A. Klotz
Studie belegt hohe Lebensqualität in Israel
TEL AVIV (inn) - Lebensstandard im Nahen Osten: Israel befindet sich im Vergleich mit umliegenden Staaten auf Platz 4. Das ergab eine Untersuchung der Tageszeitung "Yediot Aharonot".
Die Umfrage hat die Lebensqualität in 30 Ländern in Nordafrika und Nahost verglichen. Israel belegt darin den vierten Platz. Die Untersuchung zeigt, dass das Bruttosozialprodukt des jüdischen Staates pro Kopf mit rund 23.000 Euro zehn Mal so hoch ist wie in der Palästinensischen Autonomie. Dort wurde pro Kopf ein Bruttosozialprodukt von nur 2.000 Euro gemessen, bei einer Population von vier Millionen Menschen.
Angeführt wird die Liste von Katar, welches ein Bruttosozialprodukt von 130.000 Euro pro Kopf aufweist. An zweiter Stelle behauptet sich Kuwait mit etwa 40.000 Euro, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit rund 36.000 Euro. Die Plätze, die den geringsten Lebensstandard markieren, belegen Tansania, Niger und Somalia. Die Umfrage basiert unter anderem auf Auswertungen von Erhebungen internationaler Organisationen wie der OECD, des CIA und des IWF.
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Interview mit Schalom Kadosch (Chef der Chefs)
von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 7. Februar 2012
In Israel trafen sich die "Chefs der Chefs", die Köche von Obama, Medwedew, Merkel, Sarkozy und des Prinzen Albert von Monaco, um gemeinsam ein Festessen für 220 Spender des Peres-Friedenszentrums zu kochen. Die Initiative ging vom israelischen Chef Schalom Kadosch aus.
Sahm: Seit wann gibt es diesen "Chefs der Chefs"-Klub?
Kadosch: Er wurde 1978 gegründet von Gilles Bragard, dem Schneider der Elitechefs. Die Chefs der führendsten Restaurants tragen seine Uniformen. Wenn du einen Bragard trägst, dann bist du gleich wer. (Kadosch zeigt das "B" an seinem Ärmel.). Bragard kennt alle wichtigen Chefs und hat deshalb den exklusiven Klub der Chefs der Herrschenden gegründet. Sie tauschen Erfahrungen aus und treffen sich jedes Jahr. Der Herrscher des jeweiligen Landes ist der Gastgeber. Im vergangenen Juli waren wir in Russland. Medwedew empfing uns sehr freundschaftlich im Kreml mit einem atemberaubenden Mittagessen und natürlich mitsamt einer Führung durch den ganzen Kreml. Im kommenden Juli werden Deutschland und Frankreich die Gastgeber sein also Merkel und Sarkozy.
Sahm: Ziemlich häufig. Alle halbe Jahr?
Kadosch: Nein. Das Treffen hier in Tel Aviv war ungewöhnlich und nur mit fünf Chefs, die extra angereist kamen, um ein Essen zugunsten des Peres Friedenszentrums zu kochen. Die Einkünfte waren palästinensisch-jüdischen Projekten gewidmet.
Sahm: Welche Chefs fehlten? Aus welchen Ländern? Sind auch arabische Länder vertreten?
Kadosch: Nein, keiner aus arabischen Ländern. Beteiligt sind Thailand, Malaysia, China, Italien natürlich, Schweden, Griechenland, die britische Königin und andere.
Sahm: Nordkorea?
Kadosch: Nein, wirklich nicht. Fünf sind diesmal gekommen und mit mir haben wir sechs Gänge gekocht. Ich bin vorher nach Monaco geflogen, zum Präsidenten unseres Klubs, um zu diskutieren, wer den ersten und wer den zweiten Gang bereiten sollte. So bauten wir ein Menü, das natürlich koscher sein musste.
Sahm: Wir reden von den Chefs der Chefs. Sie kochen aber doch nicht für den israelischen Chef, also Präsident Schimon Peres?
Kadosch: Als die mich eingeladen haben, habe ich ihnen erklärt, dass in Israel die Chefs sich keinen Chef halten. Man sagte mir, dass ich doch bei Staatsempfängen koche, für Präsidenten und Könige. Ähnliches gebe es auch in anderen Ländern, zum Beispiel der Chef des Oriental Hotels in Bangkok. Der kocht gelegentlich für den König.
Sahm: Verraten Sie mir bitte ein Geheimnis: Schmiert sich der Herr Peres seine Butterbrote selber?
Kadosch: (lacht) Nein das glaube ich nicht. Ich weiß es nicht. Er ist ein Mann, der gutes Essen zu schätzen weiß. Mir unvergessen ist eine Mahlzeit, die er für König Hussein (von Jordanien) ausrichten ließ. Für mich war es die Erfüllung eines Traumes, für arabische Herrscher zu kochen. Es war kurz nach dem Mord an Rabin. Peres rief mich zum Tisch des Königs. Sie interessierten sich für das Essen und wieso ich jenen Fisch ausgewählt hätte. Ich erklärte ihnen, dass es ein Fisch sei, von dem unsere beiden Völker lernen könnten, in Frieden zusammenzuleben. Der Fisch gedeiht an der Grenze zwischen Akaba und Eilat im Roten Meer. "Denis" ist ein guter und leckerer Fisch.
ussein ausgestrahlte Wärme, als er mir die Hand drückte.
Sahm: Mir ist aufgefallen, dass Sie ein vegetarisches Essen mit Fisch für das Galaessen im Peres-Center entworfen haben.
Kadosch: Immer wenn ich Chefs aus dem Ausland einlade, kommt die Frage nach koscherem Fleisch auf. Das wird in eine Lauge von Salz und Wasser gelegt. Erst gestern habe ich einen Fleischermeister aus Italien mit 250 jähriger Fleischertradition getroffen. Ich fragte ihn, ob er schon koscheres Fleisch gegessen habe. Ob es tatsächlich durch das Koschern geschädigt werde. Er meinte: "Wohl nicht." Ich fragte ihn, ob er das nur aus Nachsicht sage. Dann meinte er: Wenn es qualitativ wirklich gutes Fleisch ist, passiert ihm nichts, wenn man es in Salz und Wasser einlegt. Um uns damit jedoch nicht zu plagen, haben wir beschlossen, nur Gemüse und Fisch zu kochen. Fische sind in dieser Jahreszeit besonders gut. So haben wir alle Probleme gelöst.
Sahm: Der Thai Koch von Obama, der Franzose vom Kreml oder Ulrich Kerzer, Merkels Koch, wissen die überhaupt, was koscher bedeutet?
Kadosch: Ich habe es ihnen in Russland erklärt. Einige wussten es. Sie interessierten sich sehr für die koschere Küche. Einige sagten, dass sie schon koscher für Staatsessen mit dem israelischen Ministerpräsidenten oder dem Präsidenten in Italien oder im Weißen Haus gekocht hätten. Dann sagt man ihnen, wo sie koscheres Fleisch finden, aber meistens entscheiden sie sich halt für Fisch.
Sahm: Aber die Mahlzeiten können doch gar nicht wirklich koscher sein, allein wegen des Geschirrs (Trennung von Fleisch und Milch)
Kadosch: Mir wurde erklärt, dass in Washington oder Paris jedes Mal neues Geschirr und Besteck gekauft wird. Oder das Essen wird per Catering bestellt.
Sahm: Gibt es überhaupt eine jüdische Küche
Kadosch: Es gibt keine Küche des ganzen jüdischen Volkes, sondern eher ganz viele jüdische Küchen. Zum Beispiel ist die jüdische Küche in Marokko ganz anders als die übrige marokkanische Küche. Genauso die jüdischen Küchen in Europa, obgleich die Juden die Speisen ihrer Umgebung angenommen haben. In Rom gibt es zahlreiche Speisen, die von den Juden im Ghetto stammen, als die dort noch lebten. Das interessierte mich, weil ich immer wieder auf Carciofi alla giudia gestoßen bin, also Artischocken nach jüdischer Art. Im römischen Ghetto, nahe der Synagoge, gibt es viele Restaurants, und da sagte man mir, dass man früher den Juden die Abfälle und die aller einfachsten Zutaten überlassen hatte, vor allem von den Christen verschmähten Innereien. Daraus haben die Juden dann Delikatessen bereitet. Und inzwischen sind diese jüdischen Speisen in ganz Italien beliebt. Die Rezepte haben bis heute überlebt.
Sahm: Und die israelische Küche?
Kadosch: Das ist eigentlich eine lokale Küche, beeinflusst von dem, was hier im Land gerade wächst und was dem Klima angepasst ist. Wir sind hier in einem Mittelmeerland. Deshalb passt zu uns am besten eine leichte Küche mit viel Aroma. Ein Koch sagte mir mal: "Das ist eine Küche der Sonne." Es gibt hier viel Frische, Gewürze und Olivenöl.
Sahm: Das klingt doch eigentlich wie die hiesige arabische Küche
Kadosch: Nein, die ist schwerer als unsere Küche. Es gibt das lange Kochen mit den Gewürzen und es gibt das schnelle kurze Kochen mit den frischen Zutaten. Das ist bei uns die Richtung.
Sahm: Sie haben mal eine mehrbändige Enzyklopädie des Kochens auf Hebräisch heraus gegeben. Würden Sie das heute wieder tun?
Kadosch: Nein, Aber heute würde ich ein Buch herausgeben, das die Geschichte erzählt, wie ich als kleiner Junge von Afula auf einem offenen Lastwagen nach Haifa gefahren bin, um Reden von Menachem Begin anzuhören. Und dann, Jahre später stehe ich vor ihm, habe ihm ein Essen bereitet und werde dem amerikanischen Präsidenten Carter vorgestellt. Sowas ist doch gar nicht selbstverständlich. Oder die Begegnung mit König Hussein. Oder die "Mahlzeit des Königs David", die wir aus Anlass des dreitausendjährigen Bestehens Jerusalems vorbereitet hatten.
Sahm: Mir ist aufgefallen, dass ein ganz wesentlicher Bestandteil der klassischen jüdischen Küche in israelischen Restaurants nicht angeboten werden, nämlich Sabbatgerichte, wie das jemenitische Sabbatbrot Kubane. (Fromme Juden halten ihre Restaurants am Sabbat geschlossen und kämen nicht auf die Idee, während der Woche typische Sabbatgerichte anzubieten)
Kadosch: Das ist richtig, obgleich in den Hotels Tscholent und andere Sabbatgerichte am Sabbat angeboten werden. Das ist sehr schade. Das muss erhalten bleiben. Solange es noch die Menschen gibt, die das kennen, muss es bewahrt werden. Weil heute die Menschen häufiger ausessen gehen, statt zuhause zu kochen, geht viel verloren.
Sahm: Andererseits gibt es hier in Israel wohl ein weltweit einzigartiges Phänomen. Hier entstehen Kochbücher zu ganz exotischen Gebieten in der Welt, zur kurdischen, afghanischen usw Küche. Diese Bücher sind alle auf Hebräisch. Die Autoren schauen ihren Großmüttern über die Schulter und schreiben auf.
Kadosch: Das ist alles sehr richtig. Aber ein Kochbuch reicht nicht aus. Es ist mir unvergesslich, wie ich zu meiner verstorbenen Mutter gekommen bin und sie fragte: "Mutter, ich habe exakt getan, was du mir gesagt hast. Aber es kommt nicht das gleiche dabei heraus." Es hilft nichts. Das sind Leute, die ohne Rezepte gekocht haben, aber mit ganz viel Liebe. Für die Mutter, die für ihre Kinder, dem Mann und Gästen kocht, ist was ganz anderes: Die Energie, der Einsatz und die Liebe. Bei uns gab es zum Beispiel keinen Kühlschrank. Alles kam ganz frisch in den Kochtopf. Von neun Kindern war ich der einzige, der meiner Mutter zugeschaut hat. Aber ich habe niemals den Geschmack nachmachen können, den sie gezaubert hat.
Sahm: Sie sind marokkanischer Abstammung.
Kadosch: Ja, kilometerweit konnte man riechen, was meine Mutter gerade kochte und es als ihre Küche identifizieren. Ich hoffe, solange es möglich ist, gleichgültig welche ethnische Gruppe, dass diese Kulturen bewahrt bleiben, denn das ist kulturell sehr wichtig. Wenn ich Vorträge halte, dann erkläre ich immer, dass man sich beim Kochen nicht strikt ans Rezept halten sollte. Falls mal eine Zutat fehlt, dann nimm halt was anderes und das Ergebnis könnte noch besser werden. Übrigens, das wichtigste Gewürz zu jedem Gericht ist die Liebe. Wenn die nicht vorhanden ist, dann nützen Dir die besten Zutaten nichts.
Sahm: Eine etwas delikate Frage. In Israel gibt es Israel Aahroni, Gidi Gov, Gil Hovav. Die treten ständig im Fernsehen auf. Jeder kennt sie, aber Sie sehe ich kaum.
Kadosch: Ich bin ziemlich viel im TV aufgetreten, aber nicht in einem eigenen Programm. Dafür muss man frei sein. Man hat es mir mehrmals angeboten. Aber da muss man sich danach richten, wann gerade ein Studio frei ist. Und dann muss man sich verpflichten. Aber ich arbeite hier im Hotel. Deshalb muss ich Prioritäten setzen. Außerdem bin ich bekannt dafür, nicht dem Ruhm hinterher zu laufen. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich tue.
Sahm: Schauen Sie sich die Kochprogramme an?
Kadosch: Meiner Meinung ist das schon "over done", völlig übertrieben. Viel zu viel. Alles was in zu großen Mengen kommt, geht am Ende unter. Die Medien haben viel Gutes für die Kochkunst in Israel getan, aber es bedarf der Proportion und nicht zu viel, sonst verliert es an Wert.
Sahm: Wie sind Sie Koch geworden?
Kadosch: Ich bin vor vielen Jahren zu diesem Beruf gelangt, weil ich die Welt sehen wollte, andere Kulturen kennen lernen. Also heuerte ich mich auf Schiffen an, Kreuzschiffen und später auch Frachtern.
Sahm: Hatten Sie dabei nicht ein Problem mit koscher.
Kadosch: Oh ja. Ich esse koscher und habe da ein echtes Problem. Aber ich sehe es nicht als Problem, sondern eher als eine Herausforderung. Es gibt im Wesentlichen zwei Dinge, die ich nicht anrühren oder ausprobieren würde: Schwein und Schnecken. Ich verstehe einfach nicht, wie man so was überhaupt essen kann.
Sahm: Die Kochkultur in Israel hat nach meiner Beobachtung allein in den letzten 20 Jahren eine regelrechte Revolution durchgemacht. Könnten Sie mir die Geschichte Israels gemäß dem Kochtopf erzählen?
Kadosch: Und als ich an Land ging, damals, gab es nicht alle die tollen Zutaten wie heute: Estragon, Endivien, frischer Ingwer, grüner Spargel, Kiwi, Raucola, Ananas... Früher gab es Orangen, Äpfel, Bananen. Wenn ich zum Beispiel mal eine Sauce Bearnaise machen wolle, musste ich Freunde bitten, mir aus dem Ausland ein wenig Estragon mitzubringen. Niemand hatte dafür in Israel Verwendung. Basilikum verwendeten nur die Jemeniten am Sabbatausgang, um daran zu riechen. Und inzwischen sage ich den Bauern: Pflanzt weiterhin Apfelsinen, Kartoffeln und Karotten an, aber auch all die anderen Dinge. Es begann und wurde immer umfangreicher.
Sahm: Wie kam es dazu?
Kadosch: Weil die Israelis plötzlich ins Ausland reisten. Dort in Restaurants aßen und mit den Eindrücken wieder heimkehrten. Es gab erst die Hungerperiode, dann die Steakhäuser, die Pizzerias, die chinesischen Restaurants und dann die Suschi Bars. Früher wurde man gefragt, ob man Wein trinken wolle. Heute fragt man, welcher Wein denn gewünscht sei, welcher Jahrgang und welche Kelterei. Das alles passierte innerhalb von nur 15 oder 20 Jahren. Einmal hatten wir den französischen Präsidenten hier im Hause zu Gast im Lokal "Kuh auf dem Dach". Ich schenkte ihm Wein ein. Er war erstaunt und sagte: "Ich dachte, dass französischer Wein unkoscher sei." Wir sagten ihm: "Monsieur le Président, das stimmt zwar, aber Sie haben eben keinen französischen Wein getrunken, sondern israelischen." Es war ein spezial Reserve Rothschild von Carmel. Der Präsident war überrascht. Es gab hier noch viele Revolutionen, mit dem Wein, dem Kaffee und dem Olivenöl. (C) Ulrich W. Sahm
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ISRAELNETZ, Dienstag, 07. Februar 2012
Von Elisabeth Hausen
Hass-Schmierereien: Kloster und Schule verunstaltet
JERUSALEM (inn) - Unbekannte haben am Dienstag ein christliches Kloster und eine jüdisch-arabische Schule in Jerusalem mit hasserfüllten Graffiti beschmiert. Möglicherweise stehen Siedler aus dem Westjordanland hinter den Taten.
Das Kloster stammt aus dem 11. Jahrhundert und gehört der griechisch-orthodoxen Kirche. An den Wänden wurde unter anderem der Schriftzug "Tod den Christen" entdeckt. Der Ausdruck "Preisschild", der ebenfalls an das Gebäude gesprüht wurde, deutet auf radikale israelische Siedler hin. Damit machen sie klar, dass jeder Angriff auf sie oder ihre Siedlungen einen Preis hat. Vor dem Kloster wurden die Reifen zweier Fahrzeuge durchstochen.
Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" meldet, wurde zudem eine zweisprachige Schule in der israelischen Hauptstadt Ziel eines Angriffes. Sie wurde unter anderem mit der hebräischen Forderung "Tod den Arabern" beschmiert. Die Schule gilt als Symbol der Koexistenz. Eine Hälfte der Schüler sind Juden, die andere Araber. Sie lernen zusammen in den Sprachen Hebräisch und Arabisch. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht, ist noch unklar.
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ISRAELNETZ, Dienstag, 07. Februar 2012
Von Elisabeth Hausen
"Assad ist gut für die Drusen"
MADSCHDAL SCHAMS (inn) - Aus Syrien kommen täglich Berichte über Gewalt gegen Demonstranten. Die Drusen im von Israel annektierten Golan allerdings halten mehrheitlich am syrischen Präsidenten Baschar al-Assad fest. Ein Grund: Sie befürchten, dass es nach einem Sturz des Herrschers noch schlimmer kommen könnte.
Viele Bewohner der Ortschaften im Golan haben Angehörige und Freunde auf der syrischen Seite der Grenze. Ein Baklava-Verkäufer aus dem Dorf Mas´ada sagt gegenüber der israelischen Tageszeitung "Yediot Aharonot": "Fast alle hier sind für Baschar, er ist gut für die Drusen."
Ein 49-jähriger Fahrer schließt sich dieser Ansicht an: "Syrien kauft unsere Äpfel, und unsere Kinder gehen in Syrien studieren. Mein Sohn studiert dort Medizin für 5.000 Dollar im Jahr. Wenn Baschar geht, wer wird dann die Äpfel kaufen? Und wo werden die Kinder studieren? Er ehrt unsere Scheichs, die dorthin kommen. Vor Baschar hatten wir Drusen in Syrien nichts zu sagen."
Verbreitet ist nach Angaben der Zeitung die Meinung, die Menschen, die bei den Demonstrationen getötet werden, hätten das Gesetz übertreten. Deshalb sei es richtig, mit scharfer Munition gegen sie vorzugehen. Arabische Fernsehsender wie "Al-Dschasira" versuchten hingegen, durch ihre Berichterstattung die Unruhen in Syrien anzuheizen. Sie ermutigten die Golfemirate, Assads Sturz herbeizuführen. "Sie zeigen Bilder von Anschlägen aus dem Jemen und sagen, dass das in Syrien aufgenommen worden sei", meint der Fahrer. "Wenn Assad stürzt, wird die Lage ähnlich sein wie im Irak. Warum beruhigt sich dort die Lage nicht?"
"Nur das syrische Volk kann Demokratie herbeiführen"
Ein 29-jähriger Druse wendet sich gegen eine Einmischung der westlichen Welt: "Wenn die USA und Großbritannien an der Seite säßen, wäre ich für die Demonstrationen. Aber jetzt, wo sich der Westen in Syrien einmischt, welche Demokratie wird daraus hervorgehen? Es wird nur eine Demokratie sein, wenn das syrische Volk Assad allein stürzt, ohne die Einmischung des Westens."
Auch ein Landwirt meldet sich zu Wort: "Die Fernsehsender sind gegen Assad, aber er wird an der Macht bleiben, ich bin sicher. Er ist nicht wie Mubarak und Ghaddafi, die Angestellte der USA und Israels waren. Nur nicht Assad austauschen. Wofür sollte man das tun? Es gibt keine Demokratie in arabischen Staaten. Es gibt einen König oder Emir. Ist das in Jordanien eine Demokratie? Ist das in Saudi-Arabien eine Demokratie? Dort ist es dem Präsidenten sogar verboten, Auto zu fahren."
Ein Restaurantbesitzer in Madschdal Schams, 50 Meter von der Grenze entfernt, sagt: "Assad wacht über die Ruhe, er mag keinen Krieg. Er hat nicht eine einzige Kugel in Richtung Israel abgeschossen. Und warum sind die Demonstrationen nur in Daraa und in Homs? Warum gibt es keine Demonstrationen in Damaskus?"
Hintergrund Drusen
Die Religionsgemeinschaft der Drusen ist im Jahr 1010 aus einer schiitischen Gruppierung des Islam entstanden. Offiziell wird ihr Glaube als "Din al-Tawhid" (etwa "Religion der göttlichen Einheit") bezeichnet. Von anderen Strömungen im Islam unterscheiden sich die Drusen vor allem durch die Ablehnung des Propheten Mohammed und die Ansicht, der Koran sei keine absolute Offenbarung. Zur Zeit der Gründung wurden noch Außenstehende in die Religionsgemeinschaft aufgenommen; heute ist nur ein Kind drusischer Eltern auch ein Druse. Missionsbestrebungen gibt es nicht. Praktiken und Einzelheiten der Religion sind außerhalb der Gemeinschaft kaum bekannt. Drusen leben heute hauptsächlich im Libanon und in Israel.
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ISRAELMAGAZIN, Freitag, 10. Februar 2012
Spitzenweingüter aus Israel auf größter Weinmesse
DÜSSELDORF/TEL AVIV (bs/iw) – Über 200 israelische Weinkellereien produzieren unter unterschiedlichen klimatischen und geografischen Bedingungen mehr als 36 Millionen Flaschen Wein im Jahr. Neun von ihnen stellen sich auf der ProWein 2012 in Düsseldorf (Halle 6, Stand H20) vor und präsentieren ihre neuesten Kreationen vom 4. bis 6. März.
Wer Israels Weinkultur kennenlernen will, muss sich auf eine Reise durch ein kleines, aber abwechslungsreiches Land begeben. Israels Weinberge liegen zerstreut auf nur 5000 Hektar Anbaufläche, die in fünf Anbaugebiete unterteilt werden. Das Obere Galiläa im Norden, die Ebenen von Shomron und Samson sowie das Judäische Bergland im Zentrum und die Wüste Negev im Süden.
Optimale Weinbaubedingungen herrschen auf den Golanhöhen. Wegen der Kombination aus vulkanischen Basaltböden, der geeigneten Topographie und einer Höhenlage, die für kühles Klima sorgt, wird das Gebiet der Golanhöhen auch Israels Weinland genannt. Seit der Gründung 1983 produziert die Golan Heights Winery (http://www.golanwines.co.il) drei international hoch anerkannte Serien – Yarden, Gamla und Golan. Mit den Jahren erreichten die unverwechselbaren Weine der Golan Heights Winery internationale Anerkennung und gewannen seither weltweit eine Vielzahl von Wettbewerben. Mit einer geschickten Mischung aus qualitativ hochwertigen Rebsorten, traditionellen Anbautechniken, modernen Technologien und der internationalen Erfahrung des Weinmachers Viktor Schoenfeld hat sich das Weingut zu den führenden Betrieben des Landes entwickelt. Die sechs Millionen produzierten Flaschen im Jahr verkaufen sich auf allen Kontinenten.
Ein zweites Projekt der Golan Heights Winery ist das zusammen mit dem Kibbutz Yiron betriebene Joint Venture der Galil Mountain Winery (www.galilmountain.co.il) . Seit 2000 leitet Weinmacher Micha Vaadia die Herstellung von Weinen aus Trauben, die ausschließlich im Oberen Galiläa reifen, das als Israels beste Weinregion gilt. Auf einer Höhe von bis zu 700 m bringen die kalksteinhaltigen Böden Weine mit einer herausragenden Mineralität hervor. Die eine Millionen Flaschen werden in den Serien Yiron, Meron und Avivim auch international erfolgreich vermarket.
Die Vision von Teperberg 1870 ist es, zu den führenden Produzenten der israelischen Weinkultur zu zählen. Mit der Erfahrungen aus sechs Generationen von Weinmachern und einer brennenden Leidenschaft für ihr Produkt, wird dieses Ziel realisiert. Die Kellerei setzt dabei auf den Einsatz von neuester Technologie und gehört zu den innovativsten Betrieben im Land. Teperberg 1870 ist Israels viertgrößter Weinproduzent und exportiert Spitzenweine in mehr als 22 Länder weltweit. Weinkenner feiern die Weine der neuen Serie, die schon einige renommierte Preise gewonnen haben. Aktuell konnte die Produktion von Teperberg 1870 auf 7 Millionen Flaschen im Jahr erhöht werden.
www.teperberg1870.co.il
Die Binyamina Winery (www.binyaminawines.com) wurde 2008 von einer Gruppe privater Investoren erworben, die eins der größten und erfolgreichsten Marketingunternehmen des Landes besitzen. Mit dem Wissen um das Wachstumspotential der Weinkellerei verfolgen sie die Vision von Binyamina, eine Spitzenposition in der israelischen Weinbranche einzunehmen. Dafür wurde großzügige Investitionen in die Weinberge, die Kellerei und ihre Mitarbeiter getätigt. Neben den Marken The Chosen, Yogey, Teva, Kramim und Binyamina Reserve, stellte Winzer Sasson Ben Aharon im letzten Jahr seine neueste Kreation Bin vor. Binyamina produziert 2,8 Millionen Flaschen Wein im Jahr.
Die Geschichte der Recanati Winery gründet sich in der engen Verbundenheit von Lenny Recanati mit dem Land Israel und seiner Leidenschaft für guten Wein – eine Passion, die von seinen italienischen Wurzeln herrührt. Die Recanati Winery bezieht den Großteil ihrer Trauben aus dem Oberen Galiläa, wo sich die fruchtbarsten Weinberge in höheren Lagen befinden. Das Gebiet zeichnet sich durch die warmen Tage und kalten Nächte sowie kalkhaltige und kiesige Böden aus, was ideale Voraussetzungen für den Anbau klassischer Rebsorten bietet. Recanati kreiert elegante Weine, die die perfekten Wachstumsbedingungen, die das Land bietet, widerspiegeln. Weinmacher Gil Shatsberg und sein Team produzieren 750 000 Flaschen im Jahr. (www.recanati-winery.com)
(Israel Export & International Cooperation Institute)
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