Die Arolsen Archives eröffnen am 2. Oktober 2026 in Norderstedt die Open-Air-Wanderausstellung #StolenMemory. Im Mittelpunkt stehen der letzte Besitz von KZ-Inhaftierten und die Frage, wie es heute noch gelingt, diese sogenannten Effekten an die Familien der Opfer zurückzugeben.
Eröffnet wird die Ausstellung von Stephan Linck, Studienleiter für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit an der Evangelischen Akademie der Nordkirche.
„Effekten” sind persönliche Gegenstände, die den Häftlingen bei ihrer Ankunft in den Konzentrationslagern von den Nationalsozialisten abgenommen wurden. Oft waren es Eheringe, Uhren, Füllfederhalter oder Brieftaschen mit Fotos. #StolenMemory ist eine Kampagne der Arolsen Archives zur Rückgabe dieser persönlichen Gegenstände an die Angehörigen. Seit dem Start der Kampagne im Jahr 2016 konnten bereits über 1.000 Familien gefunden werden. Die Ausstellung zeigt Bilder solcher „Effekten” und erzählt vom Schicksal von zehn NS-Verfolgten.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung der Arolsen Archives, Chaverim – Freundschaft mit Israel e. V. und der VHS Norderstedt.
Die Ausstellung wird am Freitag, 02.10.2026, 16:30–18:00 Uhr
von Annerose Petersen (VHS) und Ayala Nagel (Chaverim) eröffnet.
Ort: Rollschuhbahn an der Rückseite des Rathauses, Rathausallee 50, Norderstedt
Zur Eröffnung sind Sie auch ohne Anmeldung herzlich willkommen.