Mit Schriftstellerin Lizzie Doron,
Schauspieler:innen und Sänger:innen Pia Noll
und Dori Engel sowie Pianist Yarden Lapid
Moderation: Ayala Nagel (Chaverim)
Die Novemberpogrome werden als prägendes, symbolisches Ereignis betrachtet – als ein Bruch, dessen Splitter bis heute nachwirken und auch in der zweiten und dritten Generation spürbar sind.
Es ist eine Geschichte von Trauma, von einer Geschichte, die sich verändert, und von menschlichen Schicksalen, die sich innerhalb eines Augenblicks unwiderruflich wandeln.
Zwischen den Splittern, den Spiegelungen und den Nachklängen nähern wir uns den Novemberpogromen und von dort aus auch der Shoah als Erinnerung. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, was von ihr über die Jahrzehnte geblieben ist, welche Geschichten weitererzählt werden und wie Erinnerung sich verändert. Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf unsere Gegenwart.
Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Lizzie Doron, Vertreterin der zweiten Generation nach der Shoah und Autorin zahlreicher Werke zu diesem Thema, wird das Publikum an ihrer persönliche Geschichte teilhaben lassen: an ihren Erinnerungen an ihre Mutter, eine Holocaustüberlebende, an das, was erzählt wurde – und an das, worüber geschwiegen wurde. Ihre Erzählungen werdeN durch eine szenische Lesung aus ihrem Buch „Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?“ ergänzt, das die Geschichte aus der Perspektive einer jungen Frau erzählt, deren Mutter den Holocaust überlebt hat.
Neben Auszügen aus diesem Werk werden Gedichte jüdischer Autorinnen und Autoren gelesen, die während oder im Zusammenhang mit der Shoah entstanden sind.
Musikalisch begleitet wird der Abend von jiddischen Liedern aus der Zeit der Shoah, die von Krieg, Verfolgung und dem menschlichen Schicksal erzählen.
Die Veranstaltung wird von Ayala Nagel moderiert. Mitwirkende sind die Schriftstellerin Lizzie Doron, die Schauspielerin und Sängerin Pia Noll und Schauspiller und Sänger Dori Engel sowie der Pianist Yarden Lapid.
Redaktion: Dori Engel
Hinweis: Das Gespräch findet in deutscher und englischer Sprache statt. Die literarischen Texte werden auf Deutsch gelesen, die Lieder auf Jiddisch vorgetragen.
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Kursnummer 53314